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China von US-Softwarefirma verklagt
Unternehmen fordert 2,2 Mrd. Dollar wegen Technologiediebstahls

Die US-Firma Cybersitter verklagt China auf insgesamt 2,2 Mrd. Dollar (Foto: cybersitter.com)
Los Angeles (pte/07.01.2010/06:00) - Bei seinen Zensurtätigkeiten im Internet könnte der Staat China Technologie aus den USA gestohlen und damit das Urheberrecht verletzt haben. Das behauptet zumindest das amerikanische Unternehmen Cybersitter http://www.cybersitter.com und verklagt die chinesische Regierung, zwei Firmen und sieben Computerhersteller auf insgesamt 2,2 Mrd. Dollar. Im Fokus steht die chinesische Filter-Software Green Dam Youth Escort in deren Quellcode über 3.000 Zeilen eines Cybersitter-Programms zu finden sein sollen.

Von Seiten der chinesischen Regierung gibt es dazu noch keinen Kommentar, berichtet die BBC. Cybersitter beschuldigt die Hersteller und den Staat China, die Software möglichst weit verbreitet und Millionen von Kopien verkauft zu haben. Zusätzlich habe man nicht damit aufgehört, auch nachdem der Datendiebstahl bekannt geworden war. Verhandelt wird der Fall an einem Gericht in Los Angeles. Neben der Verletzung der Urheberrecht und Wettbewerbsverzerrung werden auch Vorwürfe der Industriespionage verfolgt.

"Das Verfahren soll ein Zeichen gegen die zu weit verbreitete Praxis von ausländischen Softwareherstellern und Vertrieben setzen, die glauben Rechte von kleinen amerikanischen Unternehmen verletzen zu können, ohne vor US-Gerichten zur Rechenschaft gezogen zu werden", so Cybersitter-Anwalt Greg Fayer. Seit Juli sollte jeder Computer der in China verkauft wurde mit Green Dam ausgestattet sein. Die Software soll verhindern, dass Nutzer auf pornografische oder gewalttätige Inhalte zugreifen.

 
Quelle: pressetext zurück zur Übersicht >>>