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Zahl getöteter Journalisten auf Rekordhoch Die Zahl der getöteten Journalisten hat 2009 ein trauriges Rekordhoch erreicht. Mindestens 71 Medienvertreter wurden laut Committee to Protect Journalists http://www.cpj.org im vergangenen Jahr weltweit im Zuge ihrer Arbeit getötet. 29 der Toten gehen allein auf ein politisch motiviertes Massaker auf den Philippinen im vergangenen November zurück, wie auch Anja Viohl, Pressereferentin bei Reporter ohne Grenzen Deutschland http://www.reporter-ohne-grenzen.de , gegenüber pressetext bestätigt. "Zudem haben wir im vergangenen Jahr allein neun Todesfälle in Somalia verzeichnet, wo seit Jahren bewaffnete Kämpfe herrschen und vor allem radikal-islamische Milizen gezielte Anschläge verüben", so Viohl weiter. Nach Informationen von Reporter ohne Grenzen seien 2009 sogar mindestens 76 Journalisten getötet worden. "Aus unserer Perspektive handelt es sich jedoch nicht um ein Rekordhoch, denn für das Jahr 2007 dokumentierten wir 86 Todesfälle", ergänzt Viohl. China und Iran Neben den gestiegenen Todeszahlen zeigten sich auch andere besorgniserregende Trends im vergangenen Jahr. So machten insbesondere China und der Iran - die beiden Länder mit den meisten Journalisten-Inhaftierungen - negative Schlagzeilen im Umgang mit Bloggern und anderen Online-Aktivisten. Mit Ende 2009 waren in China 24, im Iran 23 Journalisten inhaftiert. Im Iran ist die Zahl bis heute sogar auf 47 gestiegen. Laut Robert Mahoney, Deputy Director des Committee to Protect Journalists, waren Ende des vergangenen Jahres 136 Reporter rund um den Erdball inhaftiert. Auch Internetzensurmaßnahmen hätten besorgniserregende Ausmaße erreicht - insbesondere der Nahe Osten sei derzeit in dieser Hinsicht auffällig. Die aggressivsten Kampagnen gegen Online-Kritiker habe der Iran gefahren. Die Regierung dort habe sich in Social Networks wie Facebook und Twitter eingehackt und versucht, kritische Stimmen sowie deren gesamtes Umfeld zum Schweigen zu bringen. "Die Technologien, die eigentlich die Presse befreien sollten, werden nun gegen sie eingesetzt - das ist eine besorgniserregende Entwicklung", warnt Mahoney. 51 Morde 51 der von dem US-Komitee 71 aufgezeichneten Journalisten-Todesfälle waren Morde. 24 weitere Todesfälle befinden sich derzeit noch in Untersuchungen, die zeigen sollen, ob ein Zusammenhang mit der journalistischen Arbeit bestand. Mahoney richtete sich unter anderem auch an UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon mit dem Aufruf, die Problematik stärker ins Visier zu nehmen und sich expliziter für den Schutz der freien Meinungsäußerung zu positionieren. |
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